Ein Interview mit Herr A. Feuz
Herr A. Feuz wurde an Silvester 1931 geboren. Seine Kindheit war von einigen Schwierigkeiten geprägt. Er wurde auf einem Bauernhof gross und musste schon als kleiner Junge harte Arbeit leisten. Eigentlich hätte er gerne eine landwirtschaftliche Schule besucht, um den Hof später zu übernehmen. Da er aber keine Zusage für diesen bekam, wurde er Matrose auf dem Rhein, machte das grosse Schifferpatent und arbeitete später auf Hochseeschiffen. Er wollte immer etwas erreichen und am liebsten sein eigener Chef sein. Mit 41 Jahren besuchte er noch die kaufmännische Handelsschule und lernte dort unter anderem Französisch, Englisch und Algebra. In seiner Kindheit hiess es immer «Du kannst alles schaffen, Du musst nur wollen». Herr Feuz sagt, dass man an dieser Aussage entweder zerbricht oder erst recht kämpft. Ihn hat es immer stark motiviert. Er lernt sehr gerne und ist das beste Beispiel, dass man im Leben nie ausgelernt hat. Seine Neugier und Wissbegier waren der Auslöser dafür, dass er sich mit 91 Jahren entschlossen hat, einen Laptop zu kaufen, und einen Computerkurs bei der Volkshochschule zu besuchen! Schnell konnte er E-Mails schreiben und hält so auch nach Jahren noch Kontakt zu früheren Kursteilnehmern. Er recherchiert mit Google, liest Nachrichten online und informiert sich so über das aktuelle Weltgeschehen. Er übersetzt Mails in andere Sprachen, kann Bilder aufnehmen und versenden. Zusätzlich hat er auch E-Banking am Smartphone erlernt, da er sich so den weiten Weg zu Bank und Post ersparen kann. KI nutzt er, nach eigener Aussage, wie «Paprika und Pfeffer»- gut dosiert! Herr Feuz ermutigt auch die anderen Kursteilnehmer, zeigt wie etwas funktioniert und tröstet, wenn etwas nicht sofort klappt.
Anstand, Neugier, Wissbegier und positives Denken sind seine Lebensbegleiter. So hat er es geschafft, eine Brücke vom analogen Leben auf dem Bauernhof von damals zur digitalen Welt im Heute zu schlagen